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Chronik der dpa

1994

Die dpa-Tochter „gms Global Media Services GmbH“ kauft die Firma „na news aktuell GmbH“, Hamburg.

Eine zusätzliche Redaktion wird in Washington für den englischen Weltnachrichtendienst eingerichtet.

1995

Der dpa-Bilderdienst stellt vollständig auf datenbankgestützte digitale Produktion um.

gms bringt den „gms-Themendienst“ heraus.

1996

Die Hamburger Redaktion des spanischen Weltnachrichtendienstes wird nach Madrid verlagert; dort wird die „dpa Agencia de Prensa Alemana SL“ gegründet. Zusammen mit der in Buenos Aires schon bestehenden Redaktion produziert sie den spanischen Dienst.

1997

Die „dpa-Agenturdienste GmbH“, Berlin, wird mit der Muttergesellschaft verschmolzen.

Eine eigene Redaktion in Nikosia/Zypern produziert von Januar 1997 an den arabischen dpa-Weltnachrichtendienst.

Eine Asienredaktion für den englischen Weltnachrichtendienst wird in Bangkok eingerichtet

Die dpa stellt den dpa-MedienServer (MES) vor, ein System zum Empfang des dpa-Bildfunks, von dpa-Online, von dpa-Grafik und des dpa/RUFA-Audiodienstes.

Im Februar beginnt der Testbetrieb von dpa-Online.

Im April Einführung des „Schnellen Bildfunks“, der alle Motive in Farbe überträgt. – Kauf der „RUFA Rundfunk-Nachrichtenagentur GmbH“.

1999

Die Redaktionen des dpa-Basisdienstes und des dpa-Europadienstes in Hamburg werden reorganisiert, ein neues Ressort „Vermischtes/Modernes Leben“ wird eingeführt.

Gründung der „dpa-AFX-Wirtschaftsnachrichten GmbH“, die am 1. Juli ihre Arbeit aufnimmt [dpa-Beteiligung 50 Prozent].

dpa meldet

1992
Details
Ende der Apartheid in Südafrika.

bas413 3 pl 302 vvvvb
18.03.1992 dpa 439
Südafrika/
* ausl ipol gebe
Zweidrittel-Mehrheit für Reformkurs de Klerks =

Johannesburg (dpa) - Mit einer satten Zweidrittel-Mehrheit haben sich die weißen Südafrikaner bei dem Referendum am Dienstag für den Reformkurs von Staatspräsident Frederik de Klerk, für die Gleichberechtigung der Schwarzen und Mischlinge und damit gegen eine Fortsetzung der Rassentrennungspolitik (Apartheid) ausgesprochen.

Wie am Mittwoch amtlich mitgeteilt wurde, stimmten 1 924 186 oder 68,7 Prozent der 3,3 Millionen Abstimmungsberechtigten mit Ja. Die Zahl der Nein-Stimmen betrug 875 619 (31,3 Prozent). Die Beteiligung lag mit 85,7 Prozent deutlich höher als bei den allgemeinen Wahlen 1989 (69,7 Prozent). Nur in einer der 15 Stimmregionen, in Pietersburg im Norden, gab es eine Nein-Merhheit.

Die Weißen hätten "das Buch der Apartheid endgültig geschlossen", sie seien "über sich selbst hinausgewachsen", bedankte sich de Klerk bei den Wählern und fügte hinzu: "Dies ist der Geburtstag der neuen südafrikanischen Nation." De Klerk, der am Mittwoch seinen 56. Geburtstag beging, hatte vor der Abstimmung mit höchstens 60 Prozent Zustimmung gerechnet.

Erleichterung auch bei den Schwarzen. "Es ist ermutigend für alle, die an eine geeinte Nation denken", sagte der Präsident der Befreiungsbewegung Afrikanischer Nationalkongreß (ANC), Nelson Mandela. "Landesweit ist es eine große Erleichterung, daß die Weißen mit Ja gestimmt haben."
(...)
dpa dv gs
181624 Mrz 92

Details
Bundestag billigt Vertrag von Maastricht zur Gründung einer Europäischen Union.

bas420 2 pl 418 vvvvb 939
Bundestag/Maastricht
* inla ipol apol inte
Bundestag ratifiziert Maastricht-Abkommen mit großer Mehrheit - Regierung und SPD einig: Europäische Union darf nicht scheitern =

Bonn (dpa) - Mit überwältigender Mehrheit hat der Bundestag trotz vieler Bedenken am Mittwoch den Maastrichter Vertrag abschließend gebilligt. Die Abgeordneten setzten damit ein demonstatives Zeichen für ihren festen Willen zum Zustandekommen der Europäischen Union. In seltener Einmütigkeit ratifizierten die Mitglieder von CDU/CSU, SPD und FDP als neuntes nationales Parlament das vor fast genau einem Jahr von den EG-Staats- und Regierungschefs ausgehandelte Abkommen. Nun stehen nur noch die endgültigen Entscheidungen in Portugal, Großbritannien und Dänemark aus.

In der sachlichen und engagiert geführten Debatte warnten Bundeskanzler Helmut Kohl und die weitaus meisten anderen Redner vor den Folgen eines Scheiterns von Maastricht. Trotz aller unbestreitbarer Mängel bringe der Vertrag Europa nach vorn, bekräftigten übereinstimmend Regierung und Opposition. Gerade die Deutschen dürften keinen Zweifel an ihrer Europafestigkeit aufkommen lassen.

In namentlicher Abstimmung votierten nach rund siebenstündiger Aussprache bei 568 abgegebenen Stimmen 543 Abgeordnete mit Ja und lediglich 17 mit Nein. Acht enthielten sich. Nur die PDS lehnte den Vertrag, dem der Bundesrat noch am 18. Dezember zustimmen muß, geschlossen ab. In anderen Fraktionen gab es einzelne Abweichler. Mit ebenso klaren Mehrheiten wurden auch die Begleitgesetze und die Verfassungsänderungen gebilligt.
(...)

1993
Details
Brandanschlag von Solingen. Fünf Tote.

bas384 3 pl 531 vvvvb
29.05.1993 dpa 0372
Ausländerr/Brandanschlag
* inla just gebe
Wieder Brandanschlag gegen Türken: Fünf Tote in Solingen - Täter vermutlich Rechtsextremisten - Politiker entsetzt - Türkei empört =

Solingen (dpa) - Sechs Monate nach den Morden von Mölln sind bei einem erneuten ausländerfeindlichen Brandanschlag auf Türken am Samstag in Solingen im Rheinland fünf Menschen getötet worden, zwei Frauen und drei Mädchen. Zwei kleine Kinder und ein 15jähriger Junge wurden schwer verletzt und schweben in Lebensgefahr.

"Alle Tatumstände und erste Ermittlungserkenntnisse lassen auf ausländerfeindliche und damit rechtsterroristische Motive der Täter schließen", sagte Generalbundesanwalt Alexander von Stahl der "Bild am Sonntag". Das Bundeskriminalamt ermittelt. Auch in München und Isernhagen bei Hannover kam es zu Anschlägen gegen Ausländer mit vermutlich rechtsextremistischem Hintergrund.

Bei dem Brandanschlag kamen zwei Frauen im Alter von 18 und 27 Jahren sowie drei Mädchen von vier, neun und dreizehn Jahren ums Leben. Eine der Frauen sprang vor den Augen der Feuerwehrleute aus einem Fenster im Obergeschoß in den Tod. Ein sechs Monate alter Säugling, ein dreijähriges Kind und ein 15jähriger Junge wurden mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Krankenhaus gebracht.
(...)

Details
In Moskau endet mit der Erstürmung des Parlamentsgebäudes ein Putschversuch.

as552 2 pl 398 vvvvb
04.10.1993 dpa 0558
Rußland/
* ausl just ipol milt
Jelzin schlägt Putschversuch nieder - Weißes Haus gestürmt - Ruzkoi und Chasbulatow festgenommen =

Moskau (dpa) - Der russische Präsident Boris Jelzin hat den Putschversuch der nationalkommunistischen Opposition am Montag in Moskau gewaltsam niedergeschlagen. Nach rund zehnstündigen erbitterten Kämpfen eroberten die Jelzin-treuen Elite-Einheiten der Armee das Weiße Haus, das Gebäude des aufgelösten Obersten Sowjets.

Die Anführer des Putsches, Parlamentschef Ruslan Chasbulatow und Gegenpräsident Alexander Ruzkoi wurden nach Regierungsangaben festgenommen. Sie hätten keinen Widerstand geleistet, berichtete die Nachrichtenagentur ITAR-TASS. Auch die von Ruzkoi ernannten "Minister" Wjatscheslaw Atschalow (Verteidigung) und Viktor Barannikow (Sicherheit) wurden festgenommen. Viele hundert Kämpfer der Opposition hatten sich kurz zuvor ergeben.

(..)
dpa sm bs
041743 Okt 93

1994
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Untergang der Ostseefähre Estonia

bas614 2 vm 107 vvvvb
28.09.1994 dpa 0627
Schweden/Finnland/Schiffahrt
* VERK ausl kata
Ostseefähre "Estonia" reißt mindestens 838 Menschen in den Tod =

Helsinki/Stockholm (dpa) - Die im schweren Sturm in der Nacht zu Mittwoch gesunkene Ostseefähre "Estonia" hat vor der finnischen Küste 838 Menschen in den Tod gerissen. 796 von ihnen werden vermißt. Insgesamt waren nach offiziellen Angaben zur Zeit der Katastrophe 964 Menschen an Bord. Retter konnten bei der schwersten Schiffskatastrophe seit dem Zweiten Weltkrieg in europäischen Gewässern nur 126 Schiffbrüchige lebend bergen. Wie der finnische Rettungsdienst am Abend in Turku offiziell mitteilte, wurden bis zum Nachmittag außerdem 42 Leichen aus der eiskalten Ostsee geborgen.

Die 1980 an der Ems gebaute "Estonia" (15 556 BRT) ist möglicherweise gekentert und in wenigen Minuten gesunken, weil sich entweder die Bugklappe öffnete, die Maschinen ausfielen oder beides geschah.
(...)

1995
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Christo verpackt den Reichstag.

bas217 3 ku 342 vvvvb
25.06.1995 dpa 0200
Kunst/Christo/
* INLA KULT
Christo: "Wir haben es geschafft" - Begeisterung über Verhüllung =

Berlin (dpa) - Der frisch verhüllte Reichstag hat am Samstag in Berlin Zehntausende von Schaulustigen angezogen, die das silbern glänzende Monument bestaunten. "Wir habe es geschafft", meinte der Künstler Christo glücklich bei einer Video-Konferenzschaltung mit Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth. Die CDU-Politikerin, die das Projekt von Anfang an befürwortet hatte, dankte Christo und seiner Frau Jeanne-Claude für das "wunderbare" Kunstwerk für Berlin und die Deutschen. "Wir haben keinen Pfennig bezahlt, aber ein großartiges Geschenk bekommen."

Bundeskanzler Helmut Kohl habe seine Auffassung, daß ein Parlamentsgebäude "nicht Gegenstand künstlerischer Aktivitäten" sein solle, zwar nicht verändert, sagte Süssmuth. Viele der früheren Skeptiker im Parlament seien aber inzwischen begeistert. Christo und Jeanne-Claude finanzieren die 15 Millionen Mark teure Verhüllung durch den Verkauf von Bildern und Graphiken zum Projekt vollständig selbst.

Überschattet wurde die Fertigstellung des Kunstwerks durch einen versuchten Brandanschlag am frühen Samstag morgen. Ein Unbekannter schoß einen Feuerpfeil auf den nicht entflammbaren Stoff ab, richtete jedoch nur sehr geringen Schaden an.
(...)

1996
Details
J.P. Reemtsma nach 33 Tagen Geiselhaft freigelassen

bdt0010 2 vm 184
27.04.1996 dpa 0072
Kriminalität/Entführungen/
=
* inla just
(Eil !!!!! Überblick)
Millionär Reemtsma nach Entführung frei - 30 Millionen Lösegeld =

Hamburg (dpa) - Nach fast fünfwöchigem Entführungsdrama ist der Hamburger Millionär Jan Philipp Reemtsma am Freitag abend von seinen Kidnappern freigelassen worden. Laut Polizei ist Reemtsma wohlauf. Er habe sich kurz vor Mitternacht bei seiner Lebensgefährtin gemeldet. Die Gangster sollen am Donnerstag morgen 30 Millionen Mark Lösegeld kassiert haben.
Der 43jährige Enkel des Zigarettenfabrikanten Bernhard Reemtsma war bereits am 25. März vor seinem Haus in den Hamburger Elbvororten gekidnappt worden. Weil die Täter drohten, Reemtsma zu töten, wenn Polizei oder Medien eingeschaltet würden, war eine Nachrichtensperre verhängt worden, eingeweihte Journalisten hatten Stillschweigen bewahrt.

Unbemerkt von der Öffentlichkeit haben sich die Polizei und die Familie des Entführten einen Nervenkrieg mit den Kidnappern geliefert. Die Kommunikation mit den Entführern war über Anzeigen in der "Hamburger Morgenpost" gelaufen. Handgeschriebene Briefe von Reemtsma dienten als Lebenszeichen. Vor der am Donnerstag morgen geglückten Geldübergabe waren bereits zwei Übergabeversuche gescheitert. Die Freilassung von Reemtsma sollte nach dem Willen der Gangster erst 48 Stunden nach der geglückten Geldübergabe erfolgen.
dpa eh jg ub
270111 Apr 96

Details
Telekom geht an die Börse.

bdt0201 3 wi 118
18.11.1996 dpa 0260
Börse/Telekom/
* INLA GELD VERK
(Überblick)
Erster Kurs für T-Aktie: 33,20 DM - Waigel: historischer Tag =

Frankfurt/Main (dpa) - Die Telekom-Aktie ist an ihrem ersten Handelstag am Montag in Frankfurt mit einem Kassakurs von 33,20 DM notiert worden. Ihr Ausgabekurs war am Sonntag mit 28,50 DM vorgegeben worden. Bundesfinanzminister Theo Waigel würdigte die Rekordemission der Telekom-Aktie als «historischen Tag für den Finanzplatz Deutschland». Waigel nahm zusammen mit Telekom-Chef Ron Sommer und Bundespostminister Wolfgang Bötsch an der Börseneinführung in Frankfurt teil.

Insgesamt sind 713 Millionen Fünf-DM-Aktien veräußert worden. Auf die Privatanleger in Deutschland wurden davon 285 Millionen von 600 Millionen Publikumsaktien verteilt.

Telekom-Vorstand Ron Sommer sicherte den neuen Aktionären zu, das einstige Staatsunternehmen «zum kundenfreundlichsten und leistungsfähigsten Anbieter unserer Branche» zu machen.
dpa ak
181252 Nov 96

1997
Details
Klonschaf „Dolly“ wird vorgestellt.

bdt0225 4 vm 110
10.02.1997 dpa 0222
Wissenschaft/Biologie/
* ausl wiss
Britische Wissenschaftler klonen erfolgreich erwachsenes Schaf =

London (dpa) - Wissenschaftler des Roslin-Instituts bei Edinburgh in Schottland haben nach britischen Pressemeldungen vom Sonntag erstmals erfolgreich ein erwachsenes Tier geklont. Dabei wurden Zellen aus dem Euter eines ausgewachsenen Schafes als Träger der genetischen Information von den Eizellen eines Muttertieres aufgenommen, schreibt der «Observer». Die Mutter habe vor sieben Monaten die genetische «Kopie» zur Welt gebracht.

Das Schaf «Dolly» soll den Angaben zufolge am Mittwoch der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Es sei das erste Mal, daß ein gesunder Nachkomme aus der Zelle eines vollentwickelten Tieres gewachsen sei, hieß es. Die Entwicklung wird als Durchbruch in der biologischen Forschung und als «Triumph» für die britische Wissenschaft gefeiert.

dpa mz pe
231310 Feb 97

Details
Prinzessin Diana und Dodi al Fayed verunglücken tödlich.

bdt0014 2 vm 72
16.08.1997 dpa 0038
Unfälle/Diana/
=
* ausl kata pers
(Eil !!!!!)
Prinzessin Diana bei Autounfall in Paris schwer verletzt =

Paris (dpa) - Bei einem schweren Autounfall in Paris ist die britische Prinzessin Diana schwer verletzt worden. Der mit ihr befreundete ägyptische Millionär Dodi al Fayed kam nach Angaben der französischen Polizei ebenso ums Leben wie der Fahrer des Wagens. Auch der vierte Insasse des Fahrzeugs, der Leibwächter der geschiedenen Ehefrau des britischen Thronfolgers, soll schwer verletzt sein. Über die näheren Umstände des Unfalls gab es zunächst keine Angaben.
dpa rk rd

310216 Aug 97
bdt0037 2 vm 29 dpa 0060
Unfälle/Diana/
*kata ausl verk bunt pers
Eil Eil !!!!!!!!!!
Prinzessin Diana gestorben=

Paris (dpa) - Prinzessin Diana ist am Sonntag morgen an den Folgen eines Autounfalls in einem Pariser Krankenhaus gestorben. Das berichtet der französische Rundfunk.
dpa rk rd
310547 Aug 97

1998
Details
Zugunglück von Eschede. 101 Tote.

bdt0607 2 vm 594
06.06.1998 dpa 0604
Unglücke/Bahn/
* KATA inla verk
Eil !!!!!
Mehr als 100 Tote bei Zugunglück nahe Celle

Eschede (dpa) - Beim schwersten Zugunglück in der Geschichte der Bundesrepublik sind am Mittwoch in Eschede bei Celle mehr als 100 Menschen ums Leben gekommen. Mehrere hundert Menschen wurden bei der Katastrophe am Vormittag nach Polizeiangaben zum Großteil schwer verletzt. Mehrere Waggons des ICE 884 "Wilhelm Conrad Röntgen" von München nach Hamburg entgleisten aus bislang ungeklärter Ursache bei Tempo 200 am Südkopf des Escheder Bahnhofes. Vier Waggons wurden gegen ein Brückenfundament katapultiert. Durch die Wucht des Aufpralls wurde die Straßenbrücke total zerfetzt. Mehr als 1 100 Helfer waren bei diesem ersten schweren Unglück mit dem Hochgeschwindigkeitszug Intercity-Express (ICE) im Einsatz.
.....
dpa vs ik
032006 Jun 98

Details
Das Bundesverfassungsgericht macht den Weg für die Rechtschreibreform frei.

bdt0125 3 pl 593
14.07.1998 dpa 0172
Sprache/Rechtschreibung/
* inla kult
Rechtschreibreform in Kraft - Nur Schulen und Behörden gebunden =

Hamburg (dpa) - Nach langem Streit ist die Rechtschreibreform seit Samstag in Deutschland, Österreich und der Schweiz in Kraft. Die neuen Schreibweisen sind allerdings zunächst nur für Schulen und Behörden verbindlich. Mit der Reform werden aus 212 Schreibregeln künftig 112, von 52 Kommaregeln bleiben neun. Pünktlich zum neuen Schuljahr eingeführt, sollen sie Kindern künftig das Schreibenlernen erleichtern. In der Übergangszeit bis zum 31. Juli 2005 gelten die alten Schreibweisen aber nicht als falsch, sondern nur als überholt.

Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe hatte nach einem langen Streit vor zahlreichen deutschen Gerichten erst kürzlich grünes Licht für die Reform gegeben. In Österreich und der Schweiz wurde die Umstellung auf die neuen Rechtschreibregeln gelassen aufgenommen. Die Reform war 1996 in Wien zwischen den Kultusministern der deutschsprachigen Länder sowie der Länder mit deutschsprachigen Minderheiten in einer internationalen Erklärung verabredet worden.

1999
Details
Ende der Lewinsky-Affäre. Clinton bleibt im Amt.

bdt0774 3 pl 358
12.02.1999 dpa 0761
USA/Affären/Präsident/
* ausl ipol just
Absetzungsverfahren gescheitert - Clinton ruft zu Neuanfang auf =

Washington (dpa) - US-Präsident Bill Clinton bleibt im Amt. Der Senat hat ihn am Freitag von den Vorwürfen des Meineids und der Behinderung der Justiz in der Lewinsky-Affäre freigesprochen. Das von den Republikanern betriebene Amtsenthebungsverfahren ist damit erwartungsgemäß gescheitert. Nach dem Freispruch kommt Clinton höchstwahrscheinlich auch ohne offizielle Rüge des Kongresses davon.

Clinton rief in einer kurzen Stellungnahme nach dem Votum zu einer "Zeit der Versöhnung und Erneuerung" Amerikas auf. Der Präsident sagte im Rosengarten des Weißen Hauses erneut, "daß es mir zutiefst leid tut, was ich gesagt und getan habe". Er appellierte an die Amerikaner, die einjährige Auseinandersetzung hinter sich zu lassen und sich wieder dem Dienst an der Nation zu widmen.
(...)
dpa hs/ka xx sp
122110 Feb 99

Details
CDU-Parteispendenaffäre. Kohl gesteht Existenz von Geheimkonten.

bdt0628 3 pl 524
30.11.1999 dpa 2641
Affären/CDU/
* inla ipol part
Kohl gesteht Existenz von Geheim-Konten ein und entschuldigt sich =

Berlin (dpa) - Nach immer größerem Druck von allen Seiten hat Alt-Bundeskanzler Helmut Kohl in der CDU-Spendenaffäre für die Führung verdeckter Partei-Konten die politische Verantwortung übernommen. In einer Krisensitzung des Präsidiums entschuldigte sich der CDU- Ehrenvorsitzende am Dienstag für mangelnde Transparenz der Spenden, fehlende Kontrolle und mögliche Verstöße gegen das Parteiengesetz. "Dies habe ich nicht gewollt, ich wollte meiner Partei dienen", erklärte Kohl. Die CDU will laut ihren Vorsitzenden, Wolfgang Schäuble, trotz des Eingeständnisses nicht an der Stellung Kohls als Ehrenvorsitzender rütteln.

Nach den Aussagen Kohls über die Existenz geheimer Konten unter seiner Verfügungsgewalt sorgen sich bereits hochrangige CDU- Mitglieder um die finanzielle Zukunft der Christdemokraten. Sollten tatsächlich Verstöße gegen das Parteiengesetz festgestellt werden, rechnen Unionskreise nach dpa-Informationen mit Rückzahlungen in zweistelliger Millionenhöhe. Nach dem Gesetz kann die Bundestagsverwaltung bei Spenden, die nicht in Rechenschaftsberichten auftauchen, den doppelten Betrag einbehalten, der der Partei aus der staatlichen Parteienfinanzierung zustünde.

(...)

Details
Sonnenfinsternis

bdt0721 3 vm 339
11.08.1999 dpa 0710
Wissenschaft/Sonnenfinsternis/
* inla gebe
Menschen feierten begeistert Sonnenfinsternis =

Hamburg (dpa) - Begeistert haben die Menschen in Deutschland am Mittwoch die Sonnenfinsternis gefeiert. Trotz teilweise widrigen Wetters verfolgten Millionen gespannt das Jahrhundertereignis. Während der totalen Dunkelheitsphase stand fast überall in der rund 100 Kilometer breiten Kernschattenzone zwischen Großbritannien und Indien das öffentliche Leben für Minuten still. Der von selbst ernannten Sehern und Esoterikern beschworene Weltuntergang blieb aus. Nur wenige Menschen mussten in Deutschland nach einem Blick in die teilweise verdeckte Sonne mit Augenbeschwerden in den Kliniken behandelt werden, der befürchtete Ansturm auf die Krankenhäuser blieb zunächst aus.
(...)
dpa sm ka/hu yy ub
112105 Aug 99