Wie wir arbeiten – Vom Ereignis zur Nachricht

Wir wollen nur über Ereignisse berichten, die wir mit eigenen Augen gesehen und mit eigenen Ohren gehört haben. Nicht immer geht das, aber dank einer deutschlandweiten Präsenz und eines weltweiten Netzes aus Hunderten Korrespondenten immerhin fast.

Und wir wollen durch ein System von Checks und Prüfungen sicherstellen, dass es sich tatsächlich so ereignet hat, wie wir es berichten. Aber wie wird eigentlich aus einem Ereignis eine Nachricht? Hier sind drei Beispiele – fiktiv, aber ganz nah an unserer täglichen Arbeit. Wie würde dpa berichten, wenn...


 

... Dortmund ein wichtiges Champions-League-Spiel gewinnt:

Um den Platz beneiden sie Millionen Fußballfans, um das Arbeitspensum nicht: Zwei dpa-Kollegen sind dabei, als Borussia Dortmund in der Champions League ein wichtiges Spiel gewinnt. Der eine ist der Fotograf, der direkt hinter dem Tor sitzt. Wann immer sich etwas in seiner Hälfte des Spielfelds abspielt, rattert die Kamera los. Kaum ist der Ball wieder weg, sucht er die besten zwei, drei aus den Dutzenden Bildern heraus und schickt sie an die Kollegen in Frankfurt/Main oder Berlin. Die geben sie in den dpa-Dienst. Auf die Bilder warten, bis das Spiel vorbei ist? Das war gestern. Der Fotograf ärgert sich, dass er die besten Szenen des Spiels nur durch den Sucher seiner Kamera gesehen hat. Aber er ist ja auch dienstlich hier.

Das ist auch sein Kollege ganz oben bei den Zuschauern, der das ganze Spielfeld überblicken kann. Den Laptop auf dem Schoß, hofft er, dass nicht gerade dann das Foul passiert oder das Tor fällt, wenn er gerade auf den Bildschirm guckt. Bei jedem Tor gibt es eine Nachricht und natürlich eine Meldung zur Halbzeit. Der Kollege aus Berlin ruft an: Schreibt der sich wirklich so? Sorry, Buchstabendreher, gut, dass Du es gemerkt hast. Dann wird gesendet. In ganz Deutschland, und nicht nur da, gucken Leute auf ihre Mobiltelefone und lesen die erste Halbzeitanalyse.

Redakteur im Stadion in Dortmund
Redakteur im Stadion in Dortmund
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Und der Abschlussbericht wird parallel ständig weitergeschrieben. Exakt neun Sekunden nach dem Abpfiff und dem 4:3-Sieg läuft der fertige Spielbericht: „Dortmund kämpft sich mit 4:3-Zitterpartie ins Halbfinale der Champions League“. Auf den Text noch eine Stunde warten, nachdem das Spiel vorbei ist? Das war gestern.

Die Arbeit ist nicht getan. Der Fotograf versucht, die besten Szenen der feiernden Spieler und der enttäuschten Verlierer zu fotografieren. Auch der Jubel der Fans gehört auf das dpa-Bild. Der schreibende Kollege spricht gerade mit dem Trainer und schreibt noch eine Zusammenfassung. Die Nacht wird kurz: Am Morgen wollen die Kunden eine Analyse haben und wissen, was der überraschende Sieg für Dortmund bedeutet. Bloß gut, dass die Morgenzusammenfassung, rechtzeitig für den Hörfunk um 3.30 Uhr zu senden, der Kollege aus Berlin übernimmt.

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Nachtschicht im dpa-Newsroom in Berlin
Nachtschicht im dpa-Newsroom in Berlin

 

... die Kanzlerin in der Bundespressekonferenz kritisch wird:

 

... im Grand Canyon ein Flugzeug mit vier deutschen Touristen abstürzt:


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