Nachrichtennutzung und Nachrichtenkompetenz im digitalen Zeitalter – ein Forschungsprojekt der dpa und ihrer Partner

Wie informieren sich Jugendliche und junge Menschen in Deutschland im digitalen Zeitalter – und was bleibt am Ende tatsächlich bei ihnen hängen? 
Die jetzt vorgestellte #UseTheNews -Studie liefert neue fundierte Erkenntnisse für Medienunternehmen und Medienpädagogik. Erstmals schlüsselt eine Untersuchung derart präzise und differenziert auf, wie junge Menschen mit Nachrichten umgehen. Die Studienergebnisse bilden die Grundlage für den Fortgang des Projektes im News Literacy Lab und für ein geplantes News Curriculum, um die Vermittlung von Nachrichtenkompetenz an Schulen zu stärken.

 

Der Nachrichtennutzung auf der Spur

Mit dem Projekt #UseTheNews gehen die dpa und führende Partner aus Medien und Medienforschung der veränderten Nachrichtennutzung auf den Grund und entwickeln neue Informationsangebote speziell für unter 30-Jährige.

Das langfristig angelegte Projekt umfasst drei Säulen:

  • eine Grundlagenstudie, um die Nachrichtennutzung und Nachrichtenkompetenz in Deutschland zu erforschen
  • ein News Literacy Lab, wo Medienformate insbesondere für die unter 30-Jährigen optimiert und entwickelt werden sollen
  • ein News Curriculum zur Förderung der Nachrichtenkompetenz in Schulen
 
 

Ergebnisse der #UseTheNews-Studie: Jungen Menschen fehlt bei journalistischen Nachrichten oft der Bezug zur eigenen Lebenswirklichkeit

Die bundesweite Studie „Nachrichtennutzung und Nachrichtenkompetenz im digitalen Zeitalter“ offenbart eine tiefe Informationskluft in der nachwachsenden Generation: Die Hälfte der Jugendlichen hält es nicht für wichtig, sich über Neuigkeiten und aktuelle Ereignisse zu informieren. Sie sind zugleich deutlich schlechter informiert als ihre Altersgenossen, die regelmäßig auch journalistische Nachrichtenquellen nutzen.

Basis der Ergebnisse ist eine Face-to-Face-Befragung mit jeweils 500 Personen aus den Altersgruppen 14 bis 17 Jahre, 18 bis 24 Jahre und 40 bis 50 Jahre (n = 1.508). Die Feldarbeit erfolgte zwischen dem 12.10. und dem 6.12.2020. Hinter der Studie steht das Hamburger Leibniz-Institut für Medienforschung | Hans-Bredow-Institut (HBI).

Komplette Ergebnisse, Infografiken, Studienreport

 

 
 

Die Projektsäulen im Detail

1. Studie

In einer bundesweiten Studie vergleicht das Hamburger Leibniz-Institut für Medienforschung die Nachrichtengewohnheiten der 14- bis 24-Jährigen mit denen der 40- bis 50-Jährigen. Die Studie untersucht insbesondere, welche Folgen eine veränderte Nutzung von Nachrichten auf Nachrichtenkompetenz, die allgemeine Informiertheit und die politische Meinungsbildung haben. Die Ergebnisse wurden im Frühjahr 2021 vorgestellt.

2. News Literacy Lab

Auf Basis der Studienergebnisse entwickeln und erproben die Projektpartner neue, auf die veränderte Nutzung zugeschnittene Nachrichtenangebote. Begleitet wird das News Literacy Lab durch die Journalismus-Wissenschaftler der Hamburger Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW).

3. Open News Education (ONE)

Das Projekt unterstützt die Entwicklung eines News Curriculums, um im Zusammenspiel von Bildungsträgern und Medienpartnern die Vermittlung von Nachrichtenkompetenz in den Schulen zu stärken.

 

 
 

Projektpartner